Regina Gregory & Yvonne Hacker

20.11.2014 von Regina Gregory & Yvonne Hacker (Kommentare: 0)

Vom inneren Unfrieden in uns… und was man konkret dagegen tun kann oder Wie man ZuFRIEDENheit tatsächlich erreicht und damit sein Leben verändert!

über kleiner Fisch

Nach einem gestressten Tag im Büro meinte eine Freundin „Was du brauchst, ist ein bisschen mehr innerer Frieden!“ Ich belächelte sie herablassend: „Bitte? Innerer Frieden? Aus welcher Eso-Kiste hast du das denn gezogen?“ Sie war eingeschnappt. Ich lenkte ein und fragte: „Hast du dir mal überlegt, was innerer Friede überhaupt bedeuten soll?“

 

Was soll das sein? Innerer Friede?

Nun, banal ausgedrückt ist Friede das Gegenteil von Krieg. Innerer Friede müsste somit das Gegenteil von innerem Krieg – Kampf sein? Wir reden hier also vom „Nicht-vorhanden Sein“ innerer Kämpfe mit sich selbst. Reiner Stress, den wir täglich erleben, kann das also nicht sein? Wobei, auch da sollte man Stress definieren. Manche stressen sich schon, wenn sie im Stau stehen, weil sie innerlich die Befürchtung haben, zu spät zu kommen, sei es wegen der Etikette, wegen dem schnaubendem Chef oder wegen dem Berg Arbeit, den man fürchtet, nicht erledigen zu können. Mehr Dinge zu erledigen als der Tag lang ist – auch das verursacht Stress.

 

Dann gibt es aber auch die Art von Stress, die wir uns tatsächlich mit den schon erwähnten inneren Kämpfen antun. Etwa nicht?

Wie sieht es denn aus, wenn Sie mit einer Situation unzuFRIEDEN sind? Aha, da steckt das Wort „Unfrieden“ in Unzufriedenheit. Wann sind wir denn unzufrieden? Wenn etwas oder jemand sich gegen unseren inneren Frieden stellt! Zum Beispiel wenn wir eine Situation als unfair und ungerecht empfinden!

 

Unrecht empfinden = UNzuFRIEDENheit!

Schauen wir uns einmal an, was uns unzufrieden macht. Der Ehemann, der uns im Haushalt nicht unterstützt? Die Ehefrau, die kein Verständnis für unsere Karriere hat? Vielleicht der missmutige Chef, der uns ständig kontrolliert? Der Abteilungsleiter, der uns mit Arbeit zuschüttet und selbst 10x täglich Kaffeepause macht? Die Konzernleitung, die fünf-stellige Boni einheimst, während man selbst nicht weiß, wie man seinen zwei Kindern erklärt, dass ein neues iPhone jedes Jahr den Rahmen sprengt. Die hohen Benzin- und Lebensmittelkosten, während sich unser Gehalt die letzten 10 Jahre nur im Cent-Bereich verändert hat? Die unbezahlten Überstunden, die schon als selbstverständlich angesehen werden?

 

Das kann schon zur Unzufriedenheit beitragen. Stimmen Sie zu? „Es“ nervt nun mal! Richtig? Aber haben Sie sich schon mal gefragt, ob „ES“ uns wirklich unzufrieden macht? Oder ob WIR UNS SELBST unzufrieden machen?

 

Wie können wir uns nun aber selbst zuFRIEDEN machen?

Die Freundin mit dem Tipp vom inneren Frieden hätte wohl jetzt gesagt: „Nicht die Dinge sind schlecht – sondern nur die Art wie wir sie betrachten macht sie gut oder schlecht!“ Sie hätte damit einen griechischen Philosophen namens Epiktet zitiert, der ca. 50 – 138 n. Chr. lebte und es folgendermaßen ausdrückte „Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so!“

 

Na toll – dann ist der Abteilungsleiter, der kaum einen Finger rührt, mich aber mit Arbeit zuschüttet gar kein A**** - NEIN …….., ich muss ja nur meine Einstellung ändern und schon wird er zu meinem Lieblingskollegen!
Ja – und wenn ich mir das weiter so schön rede, lande ich mit einer gespaltenen Persönlichkeit in der Klappsmühle.

Aber gehen wir es mal langsam an. So schwer daneben kann so ein griechischer Philosoph ja auch nicht liegen, vor allem, wenn man bedenkt, dass das mit der „Einstellungssache“ heutzutage ganze Bücherregale füllt.

 

Akzeptanz ja – aber das ist nur der erste Schritt

Im Grunde genommen sind wir dann wieder bei der „Du musst alles so wie es ist, akzeptieren“-Leier angekommen! Bzw. bei der „Du sollst nicht gegen etwas ankämpfen, das du nicht ändern kannst!“-Leier – AHA! Wer aber sagt denn, dass ICH es NICHT ÄNDERN kann? DAS sollten wir uns mal als „Einstellungssache“ hinter die Ohren schreiben!!

 

Klar hat es keinen Sinn, gegen etwas anzukämpfen, dass man nicht ändern kann. Damit vergeuden wir nur unnötig unsere Energien. WIE ABER sollen wir „solche“ Ungerechtigkeiten gegen unsere Person einfach akzeptieren und annehmen? Und zur Krönung müssen wir dann damit ja auch noch glücklich und zuFRIEDEN sein!

Die spinnen ja, diese Esofritzen! Oder?

 

Achtung: Akzeptanz und Akzeptanz – sind zwei paar Schuhe!!

Aber aufgepasst – ich stelle mir vor, jemand behandelt mich unangemessen. Nehmen wir mal an, es war mein Vorgesetzter. Was bedeutet jetzt Akzeptanz?  Dass ich akzeptieren und damit leben soll, dass er nun mal tagtäglich auf mir rumhackt? Dass ich meine Einstellung ändern soll und merke „oh er meint es ja gar nicht so böse“. Das muss ich eben annehmen = aushalten? Das ist nun mal meine Lebensaufgabe, dss aushalten zu lernen?“   STOOOOOPPPPPPPPPP!

 

Akzeptanz dieser Situation bedeutet etwas völlig anderes! Nämlich: ICH AKZEPTIERE und übernehme die VOLLE VERANTWORTUNG dafür, dass ich jetzt in dieser Situation bin. Schließlich habe nur ICH mich in diesen Job gebracht und niemand anderer! (Und wenn jemand anderer, der Partner oder der Vater mir diesen Job besorgt hat, dann habe ICH dazu letztendlich zugestimmt, sonst wär ich jetzt nicht dort!)

 

Vielleicht erkannte ich zu Beginn die Ungerechtigkeiten an diesem Arbeitsplatz nicht. Das ist ok. Aber jetzt kenne ich sie und jetzt liegt es an mir, die Situation wieder zu korrigieren. Und zwar so zu korrigieren, dass ich damit zuFRIEDEN bin.

 

Verantwortung übernommen – Leben wieder in die eigene Hand genommen!

Wie ich die Situation letztendlich korrigiere, bleibt mir überlassen. Entweder rede ich mit der Person, die die unangenehme Situation für mich hervorruft und zeige ihr das unangemessene Verhalten auf (z.B.: ungerechte Arbeitsverteilung, verletzende Tonart bzw. Wortwahl, die lang überfällige Gehaltserhöhung, etc) oder ich verlasse die Situation und finde eine bessere!

 

Fakt ist – es liegt an mir! Ich entscheide ob ich eigenverantwortlich handle oder ob ich lieber ein Opfer bleibe und mir „einrede“: „Ich finde keinen besseren Job!“ Dann - siehe da – ist es tatsächlich reine Einstellungssache!

 

Fazit

Von innerem Unfrieden, zu innerem Frieden und ZuFRIEDENheit führt uns folgende Formel:

Ich AKZEPTIERE, dass ich für diese Situation mitverantwortlich bin

Ich AKZEPTIERE, dass nur ich deswegen auch die Situation wieder verändern kann

Ich ÄNDERE die Situation – ein Beginnen reicht oft schon, mich in eine positive Stimmung zu versetzen

 

Somit wünschen wir, das Kleiner-Fisch Team Ihnen eine FRIEDVOLLE Vorweihnachtszeit und erholsame Weihnachtsfeiertage, in denen Sie vielleicht Zeit finden über den Level Ihrer eigenen ZuFRIEDENheit nachzudenken, um im neuen Jahr gegebenenfalls korrigierende Maßnahmen für ein zuFRIEDENeres 2015 zu setzen.

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