Dr. Bernhard Kleemann

23.6.2015 von Dr. Bernhard Kleemann (Kommentare: 0)

Herausforderungen für die Generation 50 auf dem Wiener Arbeitsmarkt

Wenn viele ältere BewerberInnen gute bzw. hervorragende Fähigkeiten, Qualifikationen und Stärken mitbringen, warum erhalten Sie in der Regel keinerlei Reaktion oder Antwort, warum werden sie daher nicht zu einem Gespräch eingeladen? Wenn dies die jungen BewerberInnen wüssten, würden diese gerne in solch „MitarbeiterInnen wertschätzenden Unternehmen“ arbeiten? Meiner Meinung nach nicht.

Gehört es nicht zum guten Ton, zu guten Manieren auf Bewerbungen zu antworten??? – anscheinend wegen Überlastung der zuständigen und kompetenten MitarbeiterInnen nicht – diese fürchten sich noch nicht vor schlechten Arbeitgeberbewertungen http://www.kununu.com/

 

Es stellt sich mir auch die Frage, wer bearbeitet Bewerbungen in Unternehmen – meiner Erfahrung nach sind es nicht in den Inseraten und Jobangeboten angegebenen Personen, sondern weniger qualifizierte MitarbeiterInnen, die Bewerbungen nach einer vorgegebenen Struktur – Form, Alter etc. aussortieren – es kann daher passieren, dass individuell einzigartige Bewerbungen nicht an ihr Ziel gelangen, weil sie aus dem nicht offiziellen Raster fallen. Was tun? Fragen sich jetzt viele – gut vorbereitet anrufen und nachfragen, warum die Bewerbung nicht in die engere Auswahl kam – seien Sie offen für Feedback und lernen Sie daraus.

 

Ein anderer Grund liegt meiner Ansicht nach darin, dass viele BewerberInnen der Generation 50+ am Arbeitsmarkt speziell in Wien in direkter Konkurrenz zu jüngeren besser qualifizierten und vor allem in den Lohnkosten billigeren Arbeitskräften stehen. Dies wird verstärkt durch die jeweilige Erfahrung der Unternehmen mit älteren MitarbeiterInnen bzw. BewerberInnen – hat ein Unternehmen nur junge MitarbeiterInnen weit unter 40, ist weder Bedarf, noch Bedürfnis und Gedanken für die Möglichkeit, BewerberInnen der Generation 50+ zu beschäftigen.

 

Hat ein Unternehmen gute Erfahrungen mit älteren MitarbeiterInnen, so besteht durchaus Bereitschaft, wieder Ältere zu beschäftigen.

 

Der Arbeitsmarkt erfordert meiner Kenntnis nach immer mehr Qualifikationen – Sprachen Deutsch, Englisch wenn möglich in Wort und Schrift, EDV – Microsoft Office mindestens gute Anwenderkenntnisse, Führerschein B, sozial kompetent, teamfähig, ergebnis- und leistungsorientiert, flexibel bei der Einteilung der Arbeitszeit und der Überstunden etc. – ergänzen Sie die Eigenschaften für sich und wenn Sie Lust und Laune haben, posten Sie es auf http://blog.beste-stellen.at und auf Facebook https://www.facebook.com/wuchri - herzlichen Dank!!! Lächelnd


Haben BewerberInnen der Generation 50 wenig bis keine Qualifikationen, sinken von Tag zu Tag ihre Chancen sich erfolgreich zu bewerben – weil gerade in Wien viele Jobs, die industrie- und produktionsnah waren, durch Absiedlung bzw. durch Pensionierung wegfallen. Von diesen BewerberInnen wird daher immer mehr Flexibilität bei Arbeitszeit und Bezahlung gefordert, zum guten Teil ist die Finanzierung ihres Lebensunterhaltes ohne Unterstützung der öffentlichen Hand nicht mehr denkbar und möglich.

Für mich mit ein wesentlicher Grund, mehr Erfolg als andere BewerberInnen zu haben, ist die Bereitschaft, Neues zu lernen, auch zu erlernen – sei es im Selbsttraining oder durch Kurse, durch soziales Engagement und Miteinander. Fragen Sie sich, was wollten Sie schon immer wissen, oder welche Qualifikation durch welchen Kurs verbessert Ihre berufliche Situation?

D.h. BewerberInnen der Generation 50+ brauchen insbesondere in Wien einen langen, bis sehr langen Atem, sehr viel Geduld und immer öfter auch professionelle Unterstützung.

Ein Modell für EPUs, ZPUs und KUs und MUs???? heute 23.06.2015 in Der Standard online http://derstandard.at/2000017859903/Jobmarkt-Betriebe-teilen-sich-Mitarbeiter

 

Wissenschaft und Literatur predigen schon seit einigen Jahren, dass in erster Linie sich EPUs, ZPUs – Anmerkung des Autors Zwei-Personen-Unternehmen – und KUs – Anmerkung des Autors Klein-Unternehmen – und KMUs noch mehr und intensiver miteinander vernetzen sollen – jobsharing neu wäre eine solche Möglichkeit, oder? Da könnten BewerberInnen der Generation 50 davon profitieren – vielleicht bringen Sie als BewerberIn unterschiedliche Betriebe zueinander, bzw. Sie kontaktieren einen professionellen Arbeitskräfteüberlasser, der Ihnen dabei hilft –

 

http://www.herold.at/gelbe-seiten/wien/was_arbeitskr%C3%A4fte%C3%BCberlasser/

 

https://www.wien.gv.at/sozialinfo/content/de/10/SearchResults.do?keyword=Arbeitskr%C3%A4fte%C3%BCberlassung&senseid=1312

 

Über Ihren Kommentar freue ich mich auf http://blog.beste-stellen.at und auf Facebook https://www.facebook.com/wuchri

 

Viel Erfolg, Freude, Neugierde in Ihrem Arbeitstag und -umfeld!

 

 

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