Dr. Alexander Norman

14.10.2013 von Dr. Alexander Norman (Kommentare: 0)

Bewerben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Ist die Bewerbung der einzige Weg zu einem neuen Job???

Wenn bewerben nur bedeutet mehr oder weniger stereotype Lebensläufe an Personalberater und HR Verantwortliche zu mailen, so wird dabei übersehen dass es noch andere Möglichkeiten gibt zu einem  den eigenen Fähigkeiten  und Erfahrungen entsprechenden Job zu kommen. Da gilt es einmal – und das aus Eigeninitiative - den Arbeitsmarkt zu untersuchen. Welcher Job ist relevant, interessant, kann mich weiterbringen, erfüllt meine Erwartungen?  Zunächst geht es um die eigene Person, die Persönlichkeit, um das aufrichtige “Wer bin ich“ ,“was kann ich" und um die Einschätzung "Wohin will ich“. Dass das in jedem  Lebensjahrzehnt anders sein kann  und es auch meistens ist,  sollte ebenso berücksichtigt werden, wie das Umfeld und die Werte, die das eigene Leben und meist auch das der Partner, Ehefrau und Kinder  beeinflusst. Wenn jetzt die Jobsuche länger dauern sollte – wie viele Personalberater aktuell diagnostizieren, so wäre die Zeit gut investiert sich mit diesen  Grundfragen  intensiv auseinanderzusetzen. Die Beantwortung, schon die Bearbeitung dieser elementaren Fragen  schafft eine gute Basis für  eine nachhaltige berufliche Entscheidung.

 

Wenn schon ein 30jähriger mit einem halben Jahr rechnen muss, so kann sich die Suchzeit für einen über 50 Jährigen verdoppeln, weil er teurer ist, weil er auch in Hinsicht Integration und Lernfähigkeit schlechter eingestuft wird.  Dazu kommen noch andere Überlegungen wie Kündigungsbedingungen, Akzeptanz bei den Kunden etc. Selbst wenn er im Auswahlverfahren auf die 2. Stelle käme, so hat er verloren. Daraus  ist zu folgern, dass für Ältere eine offene Bewerbung  mit hoher Wahrscheinlichkeit eher zu einer Absage führt (man darf ihm ja nicht sagen, dass er aus Altersgründen nicht genommen wird und schwenkt zum Argument der Überqualifikation) und man sich auf andere Weise an den Arbeitsmarkt heranpirschen muss. Das  geschieht über Kontakte, informelle Gespräche, Recherchen, Informationen und Veranstaltungen. Konsequent und mit gleichzeitiger Gelassenheit geht man an den Aufbau und die Pflege eines Netzwerkes, das eine größere Chance bietet als CVs an Personalberater zu schicken. Es geht um die Kunst Beziehungen aufzubauen und über die verschiedensten Formen der Kommunikation den konkreten Bedarf zu finden, für den man selbst eine Lösung anbieten kann, einen wesentlichen Beitrag und Nutzen für den künftigen Dienstgeber bringt. Das kann man lernen.

 

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