Brian Matthews Bsc (Hons) Psych

25.11.2013 von Brian Matthews Bsc (Hons) Psych (Kommentare: 1)

Dürrestrecke in der Arbeit

via telos.bz.it

Sie arbeiten schon eine gute Weile in Ihrem nicht mehr neuen Job. Sie erledigen alles in Zeit und zur Zufriedenheit, mit Engagement, Routine und Sicherheit, mit Freundlichkeit, Komplimenten und Scherzen. Sie fühlen sich gut und meinen, alles läuft gut. Sie hegen den noch geheimen Wunsch weitere Karriere-Schritte zu wagen und doch stellen Sie eines Tages fest, Sie arbeiten, Sie mühen sich mit dem subjektiven Eindruck, alles so gut wie jeden Tag zuvor, zu erledigen und kommen nicht weiter. Die Arbeit, die so leicht von der Hand ging, wird mit jedem Tag mehr, ohne es zu merken, ein wenig mühsamer. Sie behalten Ruhe und Nerven und bleiben gut aufgelegt, freundlich, hilfsbereit wie immer – aber in kleinen Stressmomenten stellen Sie selbst fest, dass Sie angespannt sind. Innerlich wundern Sie sich, dass es momentan so anders läuft.

 

Sie fragen sich, was machen Sie falsch, was sollen/ müssen Sie sofort bzw. nachhaltig ändern. Sie prüfen innerlich und bei der Arbeit was Sie erledigen, Sie prüfen sich und Ihre Arbeit genauer, Sie suchen nach Fehler – fühlen Sie sich noch selbstsicher, selbstbewusst?

 

Noch fahren Sie „relativ“ locker in die Arbeit/ ins Büro, in die Produktion, in den Handel. Sie haben auch das Gefühl, dass Ihr Chef/ Ihre Chefin sich Ihnen gegenüber anders, kritisch verhält. Oder ist es noch schlimmer? Haben Sie einen Fehler gemacht, der Ihrem Unternehmen Kosten verursacht? Wie gehen Sie damit um? Beichten Sie den Fehler Ihrer/m Vorgesetzte/n? Wie wird diese/r reagieren? Überleben Sie emotional die Beichte?

 

Wie werden Sie diesen Schaden wieder gut machen? Was ist Ihr Beitrag dazu? Überlegen Sie sich und beraten Sie sich mit Freunden, was Ihr Beitrag zur Wiedergutmachung ist und wie Sie in Zukunft solche Fehler allein bzw. gemeinsam vermeiden können. Lassen Sie sich damit nicht so lange Zeit – hier überlegt aber schnell zu handeln, sollte Ihre Situation etwas erleichtern.

 

Jetzt stellt sich die Frage und diese sollten Sie sich auch stellen – welches Verhältnis haben Sie zu KollegInnen, welches Verhältnis haben Sie zu Ihre/m Vorgesetzten, wie gut bzw. wie belastbar sind diese Beziehungen?. Können Sie befreundete KollegInnen fragen? Ihnen Ihr Befinden mitteilen? Können Sie mit Ihrer/m Vorgesetzte/n darüber reden, um ein Coachinggespräch ersuchen? Oder ziehen Sie es vor, Business as usual durchzuziehen? Einfach Ihre Arbeit und vielleicht noch mehr machen, und dies gut und zufrieden stellend für alle und dies auch noch ein wenig mehr als üblich, um zur Schadenswiedergutmachung beizutragen.

 

Achten Sie bei Ihrem Einsatz, dass Sie sich in Ihren Bemühungen nicht übernehmen, um es jetzt besser als vorher zu arbeiten – wenn Sie es übertreiben, lauert eine nicht zu unterschätzende gesundheitliche Gefahr, die Sie Stück für Stück schwächer sowie im Hamsterrad fühlen lässt – Burn Out.

Eine weitere Frage, die Sie sich vielleicht stellen werden, wie lange dauert dies schon an und wie lange wird dies noch dauern? Wie motivieren Sie sich in so einer Zeit? Was tun Sie sich Gutes, damit Sie Freude, Kraft und Motivation für jeden Tag haben?Diese Phase ist für Sie selbst, Ihr Arbeitsverständnis, Ihre Durchhaltevermögen, Ihre Ausdauer wichtig – wenn Sie es durchstehen, sich auch über kleine Erfolge freuen, neue Partnerschaften aufbauen, dann haben Sie mehr gewonnnen, als vor dieser Dürrezeit.

Wichtig ist es, dass Sie sich nicht zurückziehen sondern bestrebt sind,

  • Ihre Arbeit sowie es Sie selbst gewohnt waren, gut, effizient, mit Umsicht und Verstand erledigen,
  • Ihre Beziehungen zu Ihren KollegInnen, Ihren Vorgesetzten, Ihrem Umfeld pflegen,

dann haben Sie mittelbar auch gelernt, dass solche Zeiten ein guter Anfang für neue höchstwahrscheinlich wieder mehr erfolgreiche Zeiten sein können.

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Kommentar von Elmar Teutsch | 2015-09-09

Sehr geehrter Herr Matthews, lieber Brian!

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Elmar Teutsch
Unternehmenscoach, Wirtschaftspsychologe und Psychotherapeut
TELOS - Institut für Psychologie & Wirtschaft