Brian Matthews Bsc (Hons) Psych

31.7.2013 von Brian Matthews Bsc (Hons) Psych (Kommentare: 0)

Auftreten beim Bewerbungsgespräch

Endlich – Sie haben es geschafft – Sie wurden telefonisch oder per Mail von einem Termin für ein Bewerbungsgespräch verständigt bzw. zu einem Gespräch eingeladen.

 

Achten Sie auf den Text der Einladung oder der Formulierung am Telefon – in welcher Art und Weise Sie eingeladen werden, sagt sehr viel über die Kultur des Unternehmens aus, sehr viel wie das Unternehmen mit MitarbeiterInnen und vor allem neuen MitarbeiterInnen umgeht.

 

Was ist jetzt zu tun? Was sollten Sie jetzt unbedingt beginnen?

 

Sich auf das Gespräch vorbereiten – was wissen Sie von dem Unternehmen, was wissen Sie über das beschriebene Jobangebot, die ausgeschriebene Stelle? Was ist für Sie zB für Ihre Karriere- bzw. Entwicklungsmöglichkeiten wichtig? Kennen Sie den Kollektivvertrag, der für dieses Unternehmen gilt?

 

Wenn Nein, wo finden Sie die entsprechenden Informationen? Wirtschaftskammer, Internet, Gewerkschaft, Arbeiterkammer

 

Bei bzw. mit wem führen Sie das Gespräch? Ist es jemand aus der Personalabteilung oder sprechen sie direkt mit dem Geschäftsführer oder ist es der Abteilungsleiter einer Fachabteilung? Warum ist das wichtig?

 

Neben den für alle Interviewer wichtigen Fragen wie Arbeits- und Lebenserfahrung, Fähigkeiten, Stärken, besondere Kenntnisse sind es bei einem Interview in einer Fachabteilung insbesondere ihre diesbezüglichen Fachkenntnisse.

 

Worauf sollten Sie hier achten? Ihre Argumentation soll sich einerseits auf Ihren Lebenslauf beziehen, andererseits sollten sie kurze bildhafte Beschreibungen Ihrer vergangenen Tätigkeiten und insbesondere auch Ihrer Erfolge erzählen können.

 

Können Sie beschreiben, wer Sie sind, was macht Sie bzw. Ihre Persönlichkeit aus? Kennen Sie Ihre Stärken und Ihre Fähigkeiten/ Fertigkeiten? Welche Ihrer Stärken passen gut auf das Jobangebot? Welche nicht geforderten, nicht von Vorteil beschriebenen Zusatzkenntnisse bieten Sie an? Wie argumentieren Sie Ihre Fähigkeiten? Haben Sie Arbeitszeugnisse mit? Sind Ihnen die fachliche und Team-Bewertung in den Zeugnissen bewusst? Wie können Sie dies für sich nutzen? Bei einer Arbeitsbeurteilung „stets zur vollsten Zufriedenheit, zeigte Verantwortungsbewusstsein und Einsatz“ und einer Beschreibung Ihrer sozialen Kompetenzen – wurde von Vorgesetzten wie KollegInnen wegen seiner Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit sehr geschätzt - wurden Sie bestens beurteilt.

 

Weitere Zeugnisformulierungen finden Sie im Internet - http://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/beendigung/Dienstzeugnis.html oder http://www.job-arbeit-beruf.at/schriftliche_bewerbung/zeugnisanalyse.html

 

Achten Sie auf Ihren Antwortstil – beantworten Sie die gestellten Fragen kurz und wenn möglich in bildhaften Beschreibungen, die Ihr Zuhörer versteht. Wenn Sie Ihre Fertigkeiten und Stärken kennen – siehe http://blog.beste-stellen.at/index.php/blog-detail/items/Brian_Matthews_24062013.html beschreiben Sie diese auch in Bildern, kurzen Beschreibungen.

 

Bereiten Sie Fragen vor, die für Sie wichtig sind und die Ihrem Gesprächspartner zeigen, dass Sie sich mit dem Jobangebot, dem Unternehmen beschäftigt haben. Was könnte für Sie interessant, notwendig und wichtig sein – zB wie ist die Stelle budgetiert, was ist im Budget alles mit in begriffen, Karrieremöglichkeiten, Gehaltserhöhungen, Sozialleistungen, interne bzw. unterstützte Aus- und Weiterbildungen, gestalterische Freiräume für Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere bei KMUs. Überlegen Sie sich, was könnte für Ihren Gesprächspartner wichtig sein.

 

Wichtig ist auch, dass Sie auf die Art der in Österreich üblichen Begrüßung achten – spürbarer Händedruck, in die Augen schauen, am besten Ihren Gesprächspartner mit Titel und Nachnamen begrüßen und sich kurz mit Namen vorstellen.

 

Achten Sie weiters auf Ihre Körperhaltung, Hände und Atmung. Nehmen Sie sich Zeit zum Antworten und nutzen Sie den mitgenommenen Block und Stift.

 

Im nächsten Blog gehe ich auf die wichtige und heikle Frage der Gehaltsverhandlung ein.

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