Brian Matthews Bsc (Hons) Psych

11.8.2014 von Brian Matthews Bsc (Hons) Psych (Kommentare: 0)

MitarbeiterIn und/ oder Mit-Arbeiter/-Denker/-Unternehmer

credit um.baden.wuerttemberg.de

Mir stellt sich immer wieder die Frage, was sind MitarbeiterInnen heute? Sind sie nach der herkömmlichen Bezeichnung und dem herkömmlichen Sinn nur MitarbeiterInnen mit allen Rechten und Pflichten, oder wandelt sich das international, national vielleicht zu Mitarbeiter und/ oder Mit-Arbeiter/-Denker/-Unternehmer???

 

Wozu sind MitarbeiterInnen verpflichtet, was schulden sie ihrem Arbeitgeber? Ihre pflichtgemäße Anwesenheit, die Erledigung ihrer Arbeit, ihrer Aufgaben, den angemessenen Umgangston? Rechtlich sind echte Arbeitsverträge Dauerschuldverhältnisse mit Kündigungsterminen und –fristen. Kündigung heißt ein einseitige Willenserklärung, einen Vertrag zu einen bestimmten Termin zu beenden. Diese Willenserklärung muss dem Gekündigten zugehen, in seinen Einflussbereich gelangen.

 

Zurück zum Dauerschuldverhältnis – was heißt das in der täglichen Praxis? Die/der MitarbeiterIn schuldet seinem Arbeitgeber, seine in der Arbeitszeit stattzufindende Arbeitsleistung – schuldet sie/er dem Arbeitgeber den, ihren/seinen Arbeitserfolg? Muss die Arbeitsleistung immer von Erfolgen/en gekrönt sein? Grundsätzlich nicht, MitarbeiterInnen sollten ihre Arbeitsleistung nicht verweigern, weil sonst könnte der Arbeitgeber Konsequenzen ziehen – Kündigung, oder bei nachhaltiger Arbeitsverweigerung sofortige Entlassung nach mehrmaliger Verwarnung etc.

 

Worum geht es mir hier? Geht es um juristische Konsequenzen? Oder geht es nicht vielmehr um die Einstellung zur Arbeit, zu möglichen Arbeitserfolgen? Meiner Meinung nach ja, es geht um Ihre/ meine Arbeitseinstellung – wenn ich mich in meinem Arbeitsumfeld wohl fühle und die geforderten Qualifikationen für meine Tätigkeit mitbringe, sollte meine Arbeitsleistung gut sein, von Erfolgen belohnt werden, dann will ich auch vielleicht mehr noch AKTIV im Unternehmen tun – mehr als nur MitarbeiterIn sein, vielleicht Mit-Arbeiter/-Denker/-Unternehmer??? Ist es das? Bringe ich mich in die notwendige laufende Anpassung der Prozesse, Strukturen, Abläufe, in die Kreation von neuen Produkten und Dienstleistungen ein? Bin ich ein wertvolles, allseits geschätztes Team-Mitglied? Will ich nicht nur meine Erfahrung, mein Wissen, vielleicht noch mehr meine ganze Persönlichkeit dem Unternehmen zur Verfügung stellen, stellt sich die Frage – bin ich Mitarbeiter oder will ich Anteil haben, will ich am Unternehmen partizipieren, will ich am Erfolg teilhaben – will ich Mit-Unternehmer sein, mit allen Konsequenzen?

 

Wenn Sie diese Fragen alle mit einem klaren eindeutigen Ja für sich beantwortet haben, dann treten Sie in Verhandlungen meiner Meinung nach am besten mit Ihrem Geschäftsführer, Vorstand. Oder vielleicht gibt es eine Mitarbeiter-Beteiligung? Dann fragen Sie Ihren Betriebsrat.

 

Wie gehen Sie vor?

 

Wie bei einem MitarbeiterInnengespräch und Gehaltssteigerung – Sie sind gut vorbereitet, haben alle Unterlagen Ihrer geleisteten und erzielten Erfolge dabei, haben sich eine klare Argumentationslinie überlegt, die auch flexibel auf die Argumente Ihres Chefs, Ihrer Chefs eingeht. Sie gehen ruhig, ziel- und selbstbewusst zum Termin, in das Zimmer Ihres Chefs bzw in den vereinbarten Besprechungsraum, nehmen den Raum für sich ein, erwarten höflichst und zuvorkommend das Eintreffen Ihres/r Chefs. Führen Smalltalk zu Beginn, sind motiviert und gut gelaunt – auch Ihr Vorgesetzter zeigt sich in positiver Ausstrahlung. Mit Ruhe kommen Sie langsam auf den Punkt und präsentieren Schritt für Schritt Ihre Erfolge und vor allem Ihre Idee, Ihren Plan Mit-Unternehmer zu werden – wie reagiert Ihr Gegenüber? Erstaunt? Mit Widerstand? Braucht er Zeit? Wie gehen Sie damit um? Anmerkung des Verfassers – auch kein Mit-Unternehmer ist plötzlich vom Himmel gefallen, sondern das wächst wie alles mit der Zeit – haben Sie sich diese Zeit genommen? Dann kann ja nichts mehr schief gehen!!!

 

Ich gratuliere Ihnen von Herzen, wenn Sie soweit gekommen sind und es nur mehr um den Zeitpunkt des Mit-Unternehmertums geht!!!

 

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